Einlagen-Check

Eine Einlagenversorgung des Fußes muss, neben der Berücksichtigung des Fußgewölbes, insbesondere auch die Auswirkungen der Einlagenunterstützung auf die Gesamtstatik des Körpers, den Stand der Gelenke, des Beckens und die Oberkörperposition berücksichtigen.

Nicht selten kommt es bei fehlender Beachtung dieser Zusammenhänge, auch bei einer ansonsten guten Passform der Einlage, zu Fehlhaltungen des Beckens oder des Oberkörpers. Verdrehungen (Skoliose) und Veränderungen des Körperschwerpunktes können entstehen und langfristig bestehende Beschwerden verschlechtern oder Überlastungen verursachen. Anhand der 3D/4D-Wirbelsäulenanalyse lassen sich Auswirkungen von Einlagen auf den Oberkörper analysieren und überprüfen.

Neben den statischen Auswirkungen der Einlage auf die Körperhaltung, ist auch die Auswirkung der Einlage auf den Abrollvorgang des Fußes zu beachten. Die damit einhergehende Veränderung der Stabilisierung der Beinachse in den einzelnen Belastungsphasen und die Effekte der Einlage auf die Körperhaltung in der Dynamik (Gehen, Laufen) müssen mit beurteilt werden. Da die fußunterstützende Einlage ihre Hauptwirkung im Gehen und Laufen entfaltet, sind rein statische Untersuchungen, wie z.B. ein isolierter Fußabdruck im Sitzen oder Stehen (Weichschaum / Gipsabdruck / Blaupause) nicht ausreichend.

Aus diesen Gründen führen wir eine differenzierte Untersuchung der statischen und dynamischen Fußabrollbewegungen sowie der Körperbewegungen im Stehen, Gehen und Laufen durch.

Neben den sich direkt durch die Innenschuh- und Fußabdruckmessung ergebenden Anforderungen an die Einlage zur Unterstützung des Fußgewölbes (siehe Befund- dokumentation) müssen in der Anfertigung dynamische Faktoren der Gesamt- bewegung berücksichtigt werden.

Bei Schmerzen am Bewegungsapparat kann die Einlagenversorgung um eine medizinische (kinematische) Ganganalyse nach Perry (Qualisys Motion Capture) ergänzt werden.

Wann kann eine Einlagenvermessung helfen?

  • Fußschmerzen jeder Ursache
  • Fußfehlstellungen
  • Beinlängendifferenzen
  • Co-Therapie bei Rücken-, Knie- sowie Hüftschmerzen
  • Belastungsbeschwerden im Gehen, Stehen oder Laufen
  • Laufschuhversorgung/-überprüfung bei Sportlern

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