Behandlungen bei Schmerzen der Achillessehne ("Achillodynie")

Die Schmerzen im Bereich der Achillessehne erklären sich zumeist durch eine Entzündung des Sehnengewebes und der Sehnenscheide. Die Veränderungen sind dabei auf mehrere Ursachen zurück zu führen.

Im Vordergrund der Akut-Therapie steht zunächst die Reduzierung des lokalen Reizzustand durch Entlastung des Sehnenansatzes (Fersenkissen) und intensives Kühlen der Sehne. Bei starken Schmerzen kann auch eine entzündungshemmende Medikation (Diclofenac, Ibuprofen) als Schmerztherapie hinzugenommen werden. Nach neueren Studien hat die Einnahme dieser entzündungshemmenden Medikamente jedoch keine anhaltende Wirkung auf die Ursache der Beschwerden. Da eine erhebliche Nebenwirkungsrate der Medikamente im Bereich des Magen-Darmtraktes besteht, können diese als allgemeine Therapie aber nicht mehr empfohlen werden. Im Gegensatz dazu hat sich bei Entzündungen eine homöopathische Behandlung bewährt.

Bei Hinweisen auf eine vermehrte Gefäßbildung im Bereich des entzündeten Sehnengewebes wird, entsprechend neuester sportwissenschaftlicher Studien, die zusätzliche Behandlung mit einem Spray, das normalerweise bei Herzerkrankungen eingesetzt wird und zu einer Veränderung der Gefäßdurchblutung führt (Nitrolingualspray), empfohlen.

Die Grundlage der weiteren Behandlung ist die Physiotherapie (Krankengymnastik) zur Reduzierung der Spannung der Wadenmuskulatur. Entzündungshemmende Injektionen mit Kortison sollten aufgrund der bestehenden Gefahr einer Rückbildung des Unterhautfettgewebes nicht durchgeführt werden. In der ärztlichen Behandlung hat sich die Therapie mit fokussierter Stoßwelle bewährt.

Sobald sich die akuten Beschwerden reduzieren, sollte mit einer spezifischen Analyse des Fußabrollvorganges (Ganganalyse) und Feststellung der biomechanischen und neurofunktionellen Ursachen eine weitere Spezifizierung der Physiotherapie und gegebenenfalls auch eine Hinzunahme der Trainingstherapie erfolgen. Insbesondere kann mit den Ergebnissen eine optimierte Entlastung der Sehne und Unterstützung des Abrollvorganges durch eine entsprechende Fußbettung (Einlage) eingeleitet werden.

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