Homöopathie

Die Homöopathie unterscheidet sich in ihrem Behandlung- und Therapieverständnis grundsätzlich von den Annahmen der klassischen Schulmedizin. Die Ursprungsidee des homöopathischen ist, mit sehr niedrig dosierter Substanzen den Heilungsprozess so anregen, dass der Körper in seinen Selbstheilungskräften unterstützt wird.

Neben der klassischen Homöopathie in der ein ganz bestimmtes Mittel nach intensiver Befragung und Auswahl individuell für einen Menschen herausgesucht wird, haben sich in der Praxis symptomatische lokale Behandlungen mit schwächer dosierten homöopathischen Medikamenten bewährt. Erfreulicherweise zeigt sich gerade in den Fällen, in denen die Schulmedizin wenig Behandlungsmöglichkeiten anbietet, wie z.B. bei chronischen Reizungen, arthrosebedingten Entzündungen oder immer rezidivierenden Beschwerden eine gute Wirksamkeit der Homöopathie.

In den Fällen, in denen bei akuten Schmerzen vielleicht ein klassisches Schmerz- oder Entzündungsmittel sehr wirksam zur Linderung der Beschwerden beiträgt, kann bei chronischen Reizungen oder Entzündungen dieses Medikament völlig ohne Wirkung bleiben. Bei Entzündungen von Sehnenansätzen (Tennisellenbogen) oder Entzündungen im unteren Rücken, konnten wir immer wieder feststellen, dass bei chronischen Schmerzen selbst Cortison zu keiner deutlichen oder anhaltenderen Wirkung führt. Da es uns in der Behandlung wichtig ist, die bestmögliche Therapie für den Einzelnen herauszunehmen, entscheiden wir deshalb in jeder Situation neu, welches Medikament oder welche Therapieform die geeignetste ist.

Man kann jedoch davon ausgehen, dass, je chronischer eine Schmerzsymptomatik vorhanden ist, desto weniger lässt sie sich durch die klassischen schul- medizinischen Medikamente anhaltend positiv beeinflussen. Die neueren wissenschaftlichen Studien bestätigen, dass bei chronischen Schmerzen andere Wirkmechanismen vorliegen, die gegenüber der Behandlung von akuten Schmerzen ein deutlich verändertes Vorgehen erfordern.

Bei Verletzungen der Muskeln, Sehnen oder Schmerzen des Rückens, bestehen nach unseren Erfahrungen die besten Ergebnisse, wenn das homöopathische Medikament lokal an den Ort der Reizung oder des Schmerzes injiziert wird. Es scheint, dass dadurch zusätzlich schmerztherapeutisch wirksame Reflexe und Stoffwechsel-anregungen, ähnlich wie bei der lokalen Akupunktur, entstehen und die Wirkung des homöopathischen Medikamentes verstärken.

Hinweise zur Selbstmedikation mit homöopathischen Medikamenten bei orthopädischen Beschwerden und eine kurze Anleitung finden sie auch im Schnellhelfer Rückenschmerz.


Aus rechtlichen Gründen erforderlicher Hinweis zur Wirksamkeit dieser Behandlungsmethode:
Die auf diesen Seiten dargestellten Behandlungsmethoden werden in der Wissenschaft in ihrer Bedeutung und Tragweite nicht einheitlich beurteilt. Auch liegen diesbezüglich noch keine randomisierte placebokontrollierte Doppel-/Blindstudien vor, wie es die höchstrichterliche Rechtsprechung bei gesundheitlichen Wirkaussagen fordert, und wie sie bei bestimmten Medikamenten vorhanden sind.

Die entsprechenden Möglichkeiten die Behandlungen in diesen "Doppel-Blind-Studien" zu überprüfen werden jedoch kontrovers diskutiert. Ärztliches Wissen und juristische Betrachtungsweise stimmen ebenso wie medizinische Erfahrung und Wissenschaft nicht immer überein.

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