Neurophysiologisches Funktionstraining (NFT)

Das neurophysiologisches Funktionstraining (NFT) oder Biofeedback-Training zielt auf eine Verbesserung der Aktivitäten eines oder mehrerer Muskeln, um eine möglichst physiologische Bewegungsausführung wieder zu erlernen und Fehlbelastungen zu verringern. Die Darstellung der Aktivität der Muskulatur erfolgt über die Elektromyographie. Eine Bewegungsausführung lässt sich so besser beurteilen und willkürlich beeinflussen. Das optische Feedback fördert dabei den Lernprozess des Patienten.
Im Therapieverlauf können somit Erfolge gut kontrolliert und sowohl für Therapeuten als auch für Patienten sichtbar gemacht werden.


Das Training wird umgesetzt in typischen Haltungen oder Bewegungen, die der Patient in seinem Alltag einnimmt oder im Sport wiederholt auftreten.

Beispiele

Ein gutes Beispiel ist hier die chronische Verspannung der Nackenmuskulatur bei meist statischer Arbeit am PC-Arbeitsplatz. Die obere Grafik zeigt die muskuläre Akitivät der Schulter- und Nackenmuskulatur beim aktiven Aufrichten des Oberkörpers (sitzende Körperhaltung) zu Beginn der ersten Trainingseinheit. Im Bereich des rechten Nackenmuskels (oben - rote Kurve) zeigt sich eine deutlich erhöhte Aktivierung, d.h. der Muskel arbeitet zu viel und verspannt. Anhand dieser computergesteuerten Rückmeldung kann der Patient in Zusammenarbeit mit dem Therapeuten seine Haltung derart korrigieren, dass sich diese Muskelaktivität nach mehreren Trainingseinheiten verringert und der linken Seite angleicht (untere Grafik - rot/rechts und grün/links). Der Patient ist nun im Stande die erlernte physiologische Haltung im Arbeitsplatz einzunehmen und kann so nachhaltig Verspannungen der Nackemuskulatur vermeiden.

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