Craniomandibuläre Dysfunktion
- Beispiele der Auswertungen

Die craniomandibuläre Dysfunktion ist ein Überbegriff für schmerzhafte oder nicht schmerzhafte Beschwerden, die auf eine Fehlregulation des Kiefergelenkes sowie der daran beteiligten Muskeln und Knochen zurückzuführen sind. Klinische Begleitsymptome sind oftmals Kopf/Gesichts- oder auch Nackenschmerzen.

In der Diagnostik bezüglich einer craniomandibulären Dysfunktion und der Fehlfunktion der Muskulatur macht man sich die Elektromyografie zu Nutze. Hier wird einerseits die Symmetrie (rechts/links) der Aktivierung des M. Masseter (Kaumuskel) sowie eine eventuelle Koaktivierung der Nackenmuskulatur beim Zusammenbeißen der Zähne beurteilt. Letztere sollte im gesunden Fall nicht vorhanden sein.

 

Die obere Grafik zeigt die Aktivierung der Kaumuskulatur (M. Masseter) beim dreimaligen Zusammenbeißen der Zähne. Die Nackenmuskulatur (Cervicale Muskulatur) zeigt keine Koaktivierung. Im Vergleich hierzu zeigt die untere Grafik die Muskelaktivität im Zusammenbeißen der Zähne bei einem Patient mit Kopfschmerz und Nackenverspannung. Deutlich ist die Koaktivierung der Nackenmuskeln zu erkennen mit Überwiegen der linksseitigen Muskulatur (blaue Kurve). Es besteht ein eventueller Zusammenhang der Kopf- und Nackenschmerzen zu einer craniomandibulären Dysfunktion, sodass dies weitergehend untersucht werden sollte.

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