Fokussierte extracorporale Stoßwellentherapie (ESWT)

In der fokussierten Stoßwellentherapie wird die gleiche Therapieart wie in der Nierensteinzertrümmerung genutzt. Über die Generierung eines piezoelektrischen Impulses wird eine hohe Energiedichte fokussiert in die zu behandelnde Region des Körpers eingebracht. Im Vergleich zur Behandlung von Nierensteinen sind in der Orthopädie deutlich niedrige Energiedosen erforderlich. Der Vorteil der fokussierten Stoßwellentherapie liegt in der Bündelung der Energie auf einzelne Bereiche des Körpers, so können ganz gezielt Verkalkungen oder Entzündungen im Übergang zwischen Sehne und Knochenhaut behandelt werden. Auch hier erfolgt keine Verletzung der Haut. Je nach Stärke der vorhandenen Reizung kann die Behandlung zu einem Druckgefühl, teilweise auch zu einer Schmerzhaftigkeit führen. Die Behandlungsdauer beträgt im eigentlich nur einige Minuten, sodass eine spezielle Betäubung nicht erforderlich ist. Auch nach der Behandlung treten keine anhaltenden Beschwerden auf. Aufgrund der Tiefenwirkung und der hohen Energiedichte ist diese Therapieform auch zur Behandlung von schlecht heilenden Knochenbrüchen, chronischen Knochenhautreizungen und zur Stimulation der Knochen-Knorpelregeneration zugelassen.

Fokussierte Stoßwellentherapie bei Rückenschmerzen

Ebenfalls eine neuere Anwendung der Stoßwellentherapie ist die Behandlung chronischer Rückenschmerzen. Ähnlich wie bei der Akupunktur wird dabei über die lokale Stimulation des Heilungsvorganges und Veränderung der reflektorischen (d.h. reflexartig über das Nervensystem verbunden) Schmerzwahrnehmung der Heilungs- und Regenerationsprozess angeregt. Im Vergleich mit der Akupunktur sind zumeist 3 – 5 Behandlungen ausreichend, um einen zusätzlichen Heilungsimpuls auszulösen. Da auch hier keine Verletzung der Haut erfolgt, ist die Methode im Wesentlichen nebenwirkungsfrei. Sie besitzt darüber hinaus den Vorteil, dass die Behandlungsdauer sehr kurz ist und anschließend keine besonderen Verhaltensmaßnahmen, wie körperliche Ruhe oder Schonung, eingehalten werden müssen.

 

 


Aus rechtlichen Gründen erforderlicher Hinweis zur Wirksamkeit dieser Behandlungsmethode:
Die auf diesen Seiten dargestellten Behandlungsmethoden werden in der Wissenschaft in ihrer Bedeutung und Tragweite nicht einheitlich beurteilt. Auch liegen diesbezüglich noch keine randomisierte placebokontrollierte Doppel-/Blindstudien vor, wie es die höchstrichterliche Rechtsprechung bei gesundheitlichen Wirkaussagen fordert, und wie sie bei bestimmten Medikamenten vorhanden sind.

Die entsprechenden Möglichkeiten die Behandlungen in diesen "Doppel-Blind-Studien" zu überprüfen werden jedoch kontrovers diskutiert. Ärztliches Wissen und juristische Betrachtungsweise stimmen ebenso wie medizinische Erfahrung und Wissenschaft nicht immer überein.

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