Was ist Arthrose – und warum fühlt sie sich bei jedem Menschen anders an?

Arthrose ist eine chronisch-degenerative Erkrankung ("Abnutzung")  eines Gelenks, bei der es nicht nur zu einem Knorpelabbau kommt, sondern zu komplexen Umbauprozessen des gesamten Gelenkorgans. Betroffen sind:

  • der Gelenkknorpel
  • der subchondrale Knochen (Knochen direkt unter dem Knorpel)
  • die Gelenkkapsel und Synovialmembran
  • Bänder, Sehnen und die umgebende Muskulatur

Typische strukturelle Veränderungen sind:

  • Knorpelverdünnung oder -defekte
  • Knochenverdichtung (subchondrale Sklerose)
  • knöcherne Anbauten (Osteophyten)
  • Gelenkspaltverschmälerung

Wichtig für alle Patienten mit Arthrose:

  • Arthrose ist primär eine strukturelle Diagnose.
  • Schmerz ist ein mögliches, aber kein zwingendes Merkmal.

Viele Menschen haben ausgeprägte Arthroseveränderungen im Röntgen oder MRT – ohne relevante Beschwerden, während andere mit nur geringen strukturellen Veränderungen starke Schmerzen entwickeln.