Rückenschmerzen

Jeder der einmal Rückenschmerzen hatte, möchte natürlich wissen, warum und wie sie entstanden sind, was er dagegen tun kann und wie er sich in Zukunft verhalten soll, damit keine erneuten Beschwerden auftreten. Manchmal sind die Ursachen schnell gefunden, z. B. in einer langen und ungewöhnlichen körperlichen Belastung, in vielen Fällen, besonders bei wiederholten Rückenschmerzen, sind die Ursachen aber oftmals nicht sofort zu erkennen. 

 

Ursachen von Rückenschmerzen

Bei einer plötzlichen Überlastung z. B. durch einen Sturz oder das Heben eines zu schweren Gegenstandes ist es verständlich, dass durch eine Muskelzerrung, eine Verrenkung oder gar einen Bandscheibenschaden Schmerzen ausgelöst werden können.
In vielen Fällen ist jedoch die Ursache zunächst nicht direkt ersichtlich, manchmal erschließt sie sich nur, wenn wir einen längeren Zeitraum zurückblicken und vielleicht feststellen, dass der bis vor einigen Jahren durchgeführte Sport nicht mehr wahrgenommen wurde oder das wir in den letzten Monaten oder Jahren zu viel Zeit am Computer verbracht haben.
Wir können uns dann die Beschwerden durch Abschwächung der Muskulatur, durch Überlastung der Bänder, der kleinen Wirbelgelenke oder durch zu langes Verharren in Sitz- und Arbeitsposition erklären.
 
Oftmals sind mehrere Faktoren für Rückenschmerzen verantwortlich

Grundsätzlich gilt, dass die meisten Rückenschmerzen durch mehrere Ursachen ausgelöst werden und das vielfältige Faktoren aus unserem täglichen Leben sich auf den Rücken auswirken. Das heißt, wie wir uns bewegen, ob wir viel sitzen, stehen oder gehen, ob wir viel Autofahren, oder in Besprechungen sitzen oder ob Zwangshaltungen und schwere körperliche Tätigkeiten ausgeübt werden, immer wird auch unser Rücken davon beeinflusst. Genauso können geistige Stressbelastungen durch Zeitdruck, hohe Arbeitsanforderungen, Angst vor Arbeitsplatzverlust, finanzielle Sorgen oder Unzufriedenheit im sozialen und familiären Umfeld, oder negative Erfahrungen aus unserer Kindheit  weitreichende Folgen für unsere körperliche Haltung und die Aktivierung oder Schonung bestimmter Muskeln des Rückens haben.
Ebenso können genetische, das heißt angeborene, Faktoren wie Körpergröße, Gewicht oder Bewegungsfähigkeit die Widerstandskraft unseres Rückens beeinflussen.
Auch unser Freizeitverhalten oder spezielle Hobbies, das heißt wie wir mit den Möglichkeiten zur Erholung umgehen, wirken sich wesentlich auf unsere Rücken aus. Wenn wir die Freizeit z. B. dazu nutzen bewusst Stress abzubauen oder einen arbeitsbedingten Bewegungsmangel zu vermindern, kann die Widerstandskraft des Rückens gestärkt werden. Verbringen wir die überwiegende Zeit vor dem Fernseher, kann dies zwar zu unserer geistigen Entspannung beitragen, bedingt durch das Sitzen und die fehlende Bewegung ist jedoch kein körperlicher Entspannungseffekt zu erreichen. All diese Faktoren wirken zusammen und können dazu führen, dass Rückenschmerzen auftreten. Je nach persönlicher Lebensführung tragen die verschiedenen Bereiche unterschiedlich viel zu den Beschwerden bei.
 
Rückenschmerzen haben eine Vorgeschichte

Das Ereignis, das dann die Schmerzen ausgelöst hat, ist dann manchmal nur noch der Tropfen, der das Glas zum Überlaufen bringt. Deshalb ist es wichtig, sich alle Faktoren vor Augen zu führen, die dazu beigetragen haben, dass eine Überlastung des Rückens entsteht.
Um Ihren Rücken optimal zu unterstützen können Sie sich die verschiedenen Lebensbereiche einmal unter dem Gesichtspunkt der Auswirkungen auf Ihren Rücken anschauen und so vielleicht viele kleinere Möglichkeiten entdecken wie Sie Ihren Rücken entlasten, aber auch unterstützen und kräftigen können.
 
Aufschreiben hilft!
Sie können z.B. die verschiedenen Lebensbereiche auf einen Zettel schreiben. Vermerken Sie zu jedem Aspekt, entsprechend Ihrer gefühlsmäßigen Einschätzung, eine Prozentzahl, mit der Sie glauben, dass dieser Faktor an den Rückenschmerzen beteiligt ist. Versuchen Sie dabei nach kurzer Überlegung spontan einen Wert aufzuschreiben ohne weiter darüber nachzudenken, in der Regel ist die erste spontane Bewertung schon eine ganz gute Richtgröße. Da viele Faktoren zusammen wirken, kann die Summe später auch deutlich über 100 Prozent liegen. Wenn Sie mehr über die Zusammenhänge zwischen Ihrem Denken und Fühlen wissen möchten, oder genauer spüren möchten wie sich bestimmte Situationen, Verhaltensweisen und Bewegung direkt auf Ihre Muskulatur und die Körperhaltung auswirken, kann eine Biofeedback-Untersuchung, ein spezieller Belastungstest für Rückenschmerzen und eine Video-Bewegungsanalyse helfen.

Schmerzen der Lendenwirbelsäule, des Beckens und der Hüfte

Der untere Rücken und die Lendenwirbelsäule sind die Bereiche, die am häufigsten von Schmerzen betroffen sind. Durch Bewegungsmangel, Schwäche der Rückenmuskulatur, Fehlbelastungen bei längerem Sitzen und Arbeiten, durch Abschwächung der stabilisierenden Bänder, Verschleißerscheinungen an den Bandscheiben und Irritationen der aus dem Rückenmark austretenden Nerven können Schmerzen ausgelöst werden.

Symptome
Schmerzhaftigkeit, Verspannungs- und Steifigkeit der Lendenregion sind die häufigsten Symptome, Oft kommt es bei leichter körperlicher Bewegung zu einem Rückgang der Schmerzen. Wenn es bei längerer Belastung zu einer erneuten Schmerzzunahme kommt, spricht dies für eine Muskelschwäche, Abnutzungserscheinungen der Wirbelgelenke oder der Bandscheiben. Schmerzen, die genau in der Mitte des Rückens über den hinteren Fortsätzen der Wirbelkörper auftreten, können durch Entzündung der kleinen Bänder ausgelöst werden und verstärken sich durch langes Sitzen oder Stehen. Das nach vorne Beugen und Strecken wird dann als entlastend und schmerzlindernd wahrgenommen. Bei Schmerzen, die im Übergang zum Becken und Hüftgelenk auftreten und sich mehr auf eine Seite lokalisieren, muss geprüft werden, ob der Schmerz von den Wirbelkörpern, der Bandscheibe oder dem verbindenden Gelenk zwischen Wirbelsäule und Becken (Iliosacralgelenk, kurz ISG) ausgeht.

Schmerzen im unteren Rückenbereich treten meist nach einseitigen körperlichen Belastungen, nach längerem Sitzen oder Stehen oder nach längeren Autofahrten auf. Auch nach längerem Liegen kann es zu einem Schmerz der unteren Wirbelsäule kommen. Bei Schmerzen, die in das Gesäß ausstrahlen, kann eine Verspannung der tiefen Gesäßmuskulatur, eine Reizung des Iliosakralgelenks (Verbindung Wirbelsäule/Becken), oder eine Veränderung des Hüftgelenkes für die Schmerzen verantwortlich sein. Bei einer akuten Schmerzhaftigkeit, die mit einer starken Bewegungseinschränkung einhergeht spricht man von einem Hexenschuss oder einer akuten Ischialgie (Schmerzen entlang des Ischiasnerves). Hierbei kann es auch zum Ausstrahlen der Schmerzen in den Oberschenkel kommen. Die Ursachen eines Hexenschuss sind vielfältig: Muskelverkrampfungen, kleine Wirbelblockierungen aber auch Irritationen des Ischiasnerves oder Bandscheibenschäden können diese plötzliche Rückensteifigkeit hervorrufen. Bei diesen Beschwerden sollte immer eine weitere ärztliche Untersuchung erfolgen.

ausstrahlende Schmerzen in die Beine, Einschlafen der Beine oder Füße

Schmerzen die vom unteren Rücken in das Bein ausstrahlen, können durch Muskelverspannungen, Veränderungen an den Bandscheiben oder den kleinen Wirbelgelenken ausgelöst werden, aber auch bei Verschleiß der umgebenden Gelenke oder Verspannung der Muskeln kann ein Schmerz in das Bein ausstrahlen
Am bekanntesten ist der Hexenschuss. Hierbei kommt es zu einer plötzlichen Rückensteife, die mit oder ohne Ausstrahlung in die Beine auftreten kann. Allein dieses Symptom sagt aber noch nichts über die Ursache aus, sodass bei akuten Schmerzen immer ein Arzt konsultiert werden sollte.
  
Symptome
Die Schmerzen sind neben oder genau auf der Wirbelsäule lokalisiert und strahlen zum seitlichen Becken, in die Gesäßmuskulatur, in den Ober-oder Unterschenkel oder bis in die Zehen aus. Das Aufstehen, das Sitzen oder auch das Gehen sind schmerzhaft, in einer entspannten Liegeposition mit hochgelagerten Beinen kommt es zu einer Schmerzlinderung. Bei weniger akuten Beschwerden ist erst das längere Sitzen und Stehen schmerzhaft, bei längerem Gehen, wie beim Spazierengehen, kann es zu einer Linderung der Schmerzen kommen.
 
Mögliche Ursachen
Ausstrahlende Schmerzen, besonders wenn Sie über den seitlichen Oberschenkel oder die Rückseite des Oberschenkels ausstrahlen, können das Zeichen einer Nervenirritation sein. Da die unteren Rückenmarksnerven bei Ihrem Ausgang aus der Wirbelsäule durch die Muskulatur ziehen, kann auch eine Muskelverspannung einen ähnlichen Schmerz auslösen, wie der Druck durch einen Bandscheibenvorfall. Blockierungen des verbindenden Gelenks zwischen Hüfte und Wirbelsäule (Iliosakralgelenk) können durch eine reflexartige Verspannung der umgebenen Muskulatur zu einer Schmerzausstrahlung führen.

Rückenschmerzen und Stress

Jeder weiß, dass sich unsere täglichen Belastungen auf unseren Körper auswirken. Niemand wundert sich also wenn nach 8 Stunden Arbeit am Computer Nackenschmerzen oder Verspannungen auftreten. Wir wissen auch, dass ungünstige Sitz- oder Arbeitspositionen auf Dauer zu einer Überlastung von Sehnenansätzen und Muskeln führen.

Aber auch im übertragenen Sinne wirken sich Haltungen und Belastungen auf unser Bewegungssystem aus. Bei Stress und innerer Anspannung reagiert unser Körper automatisch mit einer Veränderung der Hormonproduktion. Ohne das wir es beeinflussen können, werden über Stresshormone unser Stoffwechsel und auch unser Muskeltonus verändert.

Bedingt durch die Verknüpfung unseres inneren Systems der Gefühle und Einstellungen, führt jede innere Anspannung, jeder Stress und auch jede Gefühlregung zu einer Mitreaktion auf der körperlichen Ebene. Aufgrund unseres Hormon-Systems ist dies immer auch mit einer Bereitstellung von körperlicher Energie verbunden. Dies äußert sich in den Muskeln durch Muskelanspannung, einen Anstieg des Blutdrucks oder der Atemfrequenz, aber auch durch Steigerung des Stoffwechsels und eine vermehrte Bereitstellung von Blutzucker. Eigentlich sind diese reflexartigen Mechanismen dazu gedacht uns in lebensbedrohlichen Situationen die Möglichkeit zur Verteidigung unseres Lebens zu geben. Die heutigen Stresssituationen sind jedoch zumeist nicht nur von kurzer Dauer wie die Begegnung mit einem lebensbedrohlichen Tier sondern eher von lang anhaltender Intensität und ein körperliches Reagieren ist zumeist nicht erforderlich oder aus sozialen Gründen nicht erlaubt.

Auf dieser hormonellen Ebene funktioniert unser Körper aber noch nach den alten Mustern des Jägers und Sammlers. Zur Erhaltung des eigenen Lebens war damals die Abwehr von Feinden durch Angriff oder Verteidigung lebensnotwendig. Auch heute noch deutet unser Körper Stresssituationen eben in diesem Sinne. Durch die Stresshormone stellt er Energie im Stoffwechsel und in der Muskulatur bereit. Doch nur in seltenen Fällen kann diese Energie durch körperliche Arbeit auch verbraucht werden. Als Folge der inneren Anspannung entstehen erhöhte muskuläre Spannungen, schließlich "Ver"-spannungen die ihrerseits wieder zu Fehlhaltungen und Entzündungen führen können. Dies erklärt auch, warum Sie durch regelmäßigen Sport Stress abbauen können und Muskelverspannungen abklingen.

Oft haben wir uns so sehr an die Belastungen gewöhnt, dass wir die Überlastung nicht mehr wahrnehmen. Chronische Rückenschmerzen können dann das erste Zeichen einer solchen Überlastung sein. In diesen Situationen ist es wichtig, dass Sie selbst überprüfen, ob Sie sich und Ihrem Körper genug Zeit zur Regeneration und "Ent"-spannung geben. Meistens kann schon durch kleinere Veränderungen eine große Verbesserung und Entspannung erzielt werden.

Einfache Wege zum Stressabbau

  • Schreiben Sie alle Situationen auf, die für Sie mit Stress verbunden sind
  • Prüfen Sie, wo Sie sich selber unnötigen Stress machen
  • Überlegen Sie sich eine Strategie zur Veränderung dieser Situationen
  • Bewegen Sie sich, möglichst täglich mindestens 20 Minuten, um Stress abzubauen (Spazieren gehen, Sport, Wandern, Holzhacken,....)
  • Seien sie mal echt nett zu sich selber und gönnen Sie sich täglich etwas wirklich (wirkend) Gutes
  • Prüfen Sie, was Sie ändern können. Planen Sie die möglichen Veränderungen. Akzeptieren Sie, was Sie momentan nicht ändern können.
  • Lernen Sie Stressbewältigung (Stresstraining, muskuläre Entspannung, Autogenes Training, Tai Qi)

Behandlungsmöglichkeiten bei Rückenschmerzen

Eine ausführliche Untersuchung ist die wichtigste Behandlung!

Vor der eigentlichen Behandlung steht natürlich die ausführliche Untersuchung, denn gerade bei Rückenschmerzen hat sich herausgestellt, dass oftmals vielfältige Faktoren zusammenwirken. In der ausführlichen ärztlichen Untersuchung ist zunächst herauszufinden, ob die Ursache im Bereich der Bandscheiben liegt, eine Fehlhaltung, wie z.B. eine Skoliose (Wirbelsäulenverdrehung) oder ein Unterschied in der Beinlänge zusätzlich vorhanden ist. Auch Muskelverspannungen oder Entzündungen können ebenso wie Arbeitsbelastungen oder langes Sitzen zur Auslösung der Schmerzen beigetragen haben. Zur Untersuchung der Wirbelsäulenbeweglichkeit nutzen wir die strahlenfreie, digitale 4D Wirbelsäulenanalyse, zusätzlich können zur Beurteilung der Muskulatur die Kraftmessung der Wirbelsäulenmuskeln und das Wirbelsäulen-EKG, die Ableitung der Muskelansteuerung, durchgeführt werden. Im ärztlichen Gespräch müssen wir herausfinden, in wie weit bestimmte Situationen des alltäglichen Lebens ebenfalls zu den Beschwerden beitragen können.

Aus der Erfahrung ergeben sich hieraus zumeist mehrere Ansatzmöglichkeiten zur Behandlung, sodass wir gerade bei immer wiederkehrenden Rückenschmerzen mehrere Therapien kombinieren.

Bei akuten und starken Schmerzen steht im Vordergrund die Schmerzbehandlung, sodass Sie zunächst wieder in die Lage kommen, sich schmerzfrei zu bewegen, dies beugt weiteren Verspannungen vor und ermöglicht erst die aktiven Behandlungen mit Krankengymnastik und muskulärer Kräftigung. Je nach Intensität setzten wir hierzu klassische Schmerzmittel, oder auch schon einmal Injektionen ein, bei sehr starken Schmerzen und akuten Bandscheibenvorfällen wenden wir auch Infusionen mit hoch dosierten entzündungshemmenden Vitaminen und Schmerzmitteln an.

Bei mittelstarken und chronischen Schmerzen lassen sich zumeist sehr gute Erfolge mit Akupunktur und leichten Schmerzmitteln auf Pflanzenbasis oder auch durch homöopathische Mittel erreichen. Bei Rückgang der akuten Schmerzsymptomatik kann dann statt einem Medikament auch die Osteopathie hinzugenommen werden, die zu einem weiteren Abklingen der schmerzhaften Verspannungen führt und vor allem die schmerzbedingt eingeschränkte Beweglichkeit wieder normalisiert.

Nach Rückgang der akuten Schmerzsymptomatik kann dann noch einmal eine genaue chirotherapeutische und osteopathische Untersuchung der Gelenkbeweglichkeit erfolgen und falls noch Blockierungen oder Muskelverspannungen vorliegen, können diese dann behandelt werden, sodass im Anschluss mit einem leichten Muskelaufbau und Stabilisierungstraining begonnen werden kann. Bei überwiegender muskulärer Abschwächung haben sich gezielte Übungen an medizinischen Geräten und in einzelne Krankengymnastik bewährt, bei vorwiegender Muskelverspannung kann nun eine stabilisierende muskelentspannende Behandlung angeschlossen werden. Da Rückenschmerzen, bei unseren heutigen Berufsbedingungen, zumeist auch durch eine zu geringe Muskelbeanspruchung hervorgerufen werden,  kann anschließend zur Stabilisierung des Rückens auch ein leichtes muskeltrainierendes Bewegungsprogramm oder Krafttraining, abhängig von den Untersuchungsergebnissen, angeschlossen werden.
 
Medizinisches Kräftigungstraining
Voraussetzung für ein spezielles Kräftigungstraining ist die gezielte Untersuchung der Muskulatur im Bereich der Wirbelsäule um auffällige Muskelungleichgewichte und Muskelschwächen zu erkennen. Wir wissen, dass ein Muskel, der nicht benutzt wird, sich zurückbildet und dann seine Aufgabe nicht mehr so gut bewältigen kann, denken Sie an den Oberarmmuskel oder einen Beinmuskel bei dem, z.B. nach einem Beinbruch, ein Gips angelegt wird und drei Wochen später das gebrochene Bein viel dünner ist. Durch gezieltes Training kann dann zumeist in kurzer Zeit wieder eine vollständige Muskelaktivierung und damit auch einen Muskelaufbau erreicht werden. Je nachdem wie wir uns bewegen benutzen wir nun auch unsere Rückenmuskulatur sehr unterschiedlich, bei den heute überwiegenden sitzenden Berufstätigkeiten ist zumeist eine Abschwächung der Rückenmuskulatur die Folge und führt schnell zu Rückenschmerzen, die insbesondere nach längerem Liegen und Sitzen auftreten.

Aber auch bei belastungsabhängigen Schmerzen in den Knie- oder Hüftgelenken kann eine Muskelabschwächung die Ursache sein. Nach einer ausführlichen Untersuchung, der gezielten Videobewegungsanalyse und einer Muskelfunktionsuntersuchung stellen wir dann ein gezieltes Trainingsprogramm zusammen. Hierbei hat es sich bewährt, an speziellen Kräftigungsgeräten zu üben. Es ist wichtig zu wissen, dass der Muskel in seiner Belastung gefordert werden muss, um neue Kraft aufzubauen, d.h., wenn Sie einen leichten Gegenstand 20 oder  30 bis 100-fach heben, so trainieren Sie hiermit zunächst die Koordination und die Ausdauer des Muskels, dies ist z.B. für Langstreckenläufer und Ausdauerbelastung sehr vorteilhaft. Zur Stabilisierung des Rückens ist aber vor allem ein kräftiger Rückenmuskel nötig, den Sie nur erreichen, wenn Sie Ihren Rücken auch mit Widerständen belasten. In diesen Fällen ist es deshalb erforderlich einen hohen Widerstand zu wählen, mit dem nur wenige Wiederholungen möglich sind.

Das ganze Aufbauprogramm muss an Ihren Körper und Ihre Statur angepasst werden. Dabei ist es besonders wichtig, auf Fehlhaltung und Muskelungleichgewichte zu achten. Da es immer wieder durch zu schnelles Üben und ungenügende Einweisung zu fehlerhaftem Trainieren kommt, haben wir uns entschlossen, dieses Training nur noch unter persönlicher Anleitung durchzuführen, damit Sie auch spüren können, wie durch dieses Training eine muskelkräftigende Wirkung entsteht.


Aus rechtlichen Gründen erforderlicher Hinweis zur Wirksamkeit dieser Behandlungsmethode:
Die auf diesen Seiten dargestellten Behandlungsmethoden werden in der Wissenschaft in ihrer Bedeutung und Tragweite nicht einheitlich beurteilt. Auch liegen diesbezüglich noch keine randomisierte placebokontrollierte Doppel-/Blindstudien vor, wie es die höchstrichterliche Rechtsprechung bei gesundheitlichen Wirkaussagen fordert, und wie sie bei bestimmten Medikamenten vorhanden sind.

Die entsprechenden Möglichkeiten die Behandlungen in diesen "Doppel-Blind-Studien" zu überprüfen werden jedoch kontrovers diskutiert. Ärztliches Wissen und juristische Betrachtungsweise stimmen ebenso wie medizinische Erfahrung und Wissenschaft nicht immer überein.

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